17) Auch die SachsenEnergie ist von russischem Gas abhängig. Daher ist Bezugsunabhängigkeit nicht nur ein moralisches Gebot, sondern auch eine Frage der Versorgungssicherheit. Welche Vorschläge haben Sie hierfür?

Dirk Hilbert

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Albrecht Pallas

In der aktuellen Situation bedeutet dies kurzfristig, andere Bezugsquellen zu erschließen und vor allem mit Großverbrauchern kurzfristige Möglichkeiten zur Umstellung auf alternative Energien und zur Verbrauchsreduktion zu besprechen. Mittel- und langfristig bedeutet es, Gaskraftwerke umzustellen. Die Einspeisung erneuerbarer Wärme und Abwärme in das Wärmenetz, Strom- und Wärmeerzeugung auf Bestandsdächern und bei allen Neubauprojekten muss zum Standard werden

Eva Jähnigen

Die Maßnahmen zur Dekarbonisierung müssen nun nicht nur wegen des Klimaschutzes, sondern auch zur schnellen Versorgungssicherheit forciert werden; dazu kommt es insbesondere auch auf die Perspektive des bisher mit Gas betriebenen Kraftwerkes an. Die Investitionen in die Erzeugung erneuerbarer Energien müssen entschieden ausgeweitet werden und werden sich durch die Veränderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), welches die Bundesregierung derzeit vorbereitet, auch besser rechnen. Für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung will ich nach einer Zeit der Vorüberlegungen und Untersuchungen mit der SachsenEnergie AG konkret Schritte zu einer Wärmeplanung zur Dekarbonisierung und Einspeisung Erneuerbarer Wärme und Abwärme in das Wärmenetz vereinbaren. Mit der Versorgungssicherheit geht es dabei auch um die Höhe der aktuell gerade für private Verbraucher*innen und energieintensive Unternehmen anfallenden Energiekosten.

Die aktuell dringendsten Maßnahmen und zu klärenden Fragen habe ich in einem öffentlichen Vorschlagspapier zusammengefasst, das dem Oberbürgermeister auch verwaltungsintern als Entscheidungsgrundlage vorliegt: EJaehnigen_Sofortmassnahmenprogramm.pdf (gruenedresden.de)

André Schollbach

Deutschland sollte weder vom Erdgas des Kriegsverbrechers Putin noch vom Gas der Autokratie Katar oder schmutzigem Fracking-Gas aus den USA abhängig sein. Dazu müssen Erneuerbare Energien sowie Energiespeicher ausgebaut und neue technische Ansätze – etwa das Konzept für Power-to-Gas – realisiert werden

Dr. Martin Schulte-Wissermann

Wer unabhänging von Energieimporten und deren Unsicherheiten werden will, muss zwingend auf Erneuerbare Energien umstellen. Und Dresden hat hier bereits ein vorzeigbares Beispiel: Die Stadtentwässerung erzeugt 100% ihrer Energie selbst und ist damit von den aktuellen Turbulenzen an den Energiemärken gar nicht betroffen. Diesen Weg müssen auch die anderen Städtischen Unternehmen gehen.

Jan Pöhnisch

Als geborener DDR-Bürger weiß ich, wie wichtig gute Beziehungen zu Mütterchen Russland für den Aufbau und den Fortschritt sind. Ich werde als Oberbürgermeister unsere Partnerstadt St. Petersburg besuchen und vor Ort mit dem russischen Präsidenten irgendetwas mauscheln.

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