3) Welche sozialen und ökologischen Standards sollte die WID einhalten?

Dirk Hilbert

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Albrecht Pallas

Die WID baut für Menschen mit geringem Einkommen und sorgt für rollstuhlgerechtes und barrierefreies Wohnen. Gerade wegen der älter werdenden Bevölkerung sind entsprechende Wohnungen wichtig. Diese Gemeinwohlorientierung der WID will ich stärken. Die Bewältigung des Klimawandels und steigende Energiekosten betrifft auch den Bau- und Wohnsektor. Es braucht eine echte Kraftanstrengung, Dresden bis spätestens 2045 klimaneutral zu machen. Diese Modernisierungsaufgabe betrifft nicht nur die Wirtschaft und Industrie, sondern auch Mietwohnungen. Darum brauchen wir schon heute Lösungen, wie wir Bestands- und Neubauten klimagerecht und energieeffizient gestalten und die Mieten bezahlbar halten. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die WID die Ziele zum klimagerechten und energieeffizienten Bauen einhält und damit dazu beiträgt, unsere Stadt bis 2045 klimaneutral zu machen. Die Versorgung mit Mieterstrom über Solaranlagen sollte in den WID-Häusern verstärkt umgesetzt werden.

Eva Jähnigen

Die neuen Sozialwohnungen der Stadt will ich in möglichst vielen Stadtteilen verteilen, um gute soziale Mischung möglich zu machen.

Die WID soll perspektivisch kompaktes und klimaneutrales Bauen mit geringer Flächenversieglung, Begrünung, Regenversickerung und gemeinschaftlicher Nutzung der Flächen um die Häuser verbinden. Dafür gibt es in bisherigen Bauprojekten der WID, die mit Begrünung und Carsharingstandorten verbunden sind, bereits gute Ansätze, die ich ausbauen will. Hier sind ebenfalls Fragen der Finanzierung zu klären, weil die derzeitige Finanzierung für Sozialwohnungsbau des Freistaats diese Standards nicht vorsieht. Dafür will ich mich gegenüber der Landesregierung stark machen. Erschließung und Bau sollen barrierefrei gestaltet werden und die Bedürfnisse von Familien, Älteren und Behinderten besonders im Auge haben.

André Schollbach

Bei der maßgeblich durch DIE LINKE im Stadtrat durchgesetzten Gründung der WiD standen diese Aufgaben von vornherein im Fokus. Zweck der Gesellschaft ist eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung vorrangig für besondere Bedarfsgruppen. Die Gesellschaft ist einer sozialen, ökologischen, ökonomischen und damit gesamtstädtischen Nachhaltigkeitsaspekten unterliegenden Aufgabenerfüllung verpflichtet. Daher ist die Gewährleistung sozialer und ökologischer Standards bereits jetzt ein wichtiges Thema für die WiD, hierzu zählen zum Beispiel energieeffizientes Bauen, Fassadenbegrünung, Dachbegrünung sowie der Einbau von Rigolen, um Regenwasser aufzunehmen und zu versickern. Für die geförderten Wohnungen der WiD gilt eine Mietpreis- und Belegungsbindung.

Dr. Martin Schulte-Wissermann

Die momentan geltenden sozialen Standards der WiD sind allgemein ausgeglichen und abgewogen. Die ökologischen Standards – u.a. Photovoltaik, Begrünung, Energieeffizienz – müssen deutlich erhöht werden. Damit dies nicht zu einem ökonomischen Nachteil der WiD gegenüber der privaten Bauwirtschaft führt, müssen die ökologischen Standards auch hier, z.B. bei Bebauungsplänen, deutlich erhöht werden.

Jan Pöhnisch

Ich verspreche, dass bis 2029 alle, die es wollen und es sich leisten können, mit Elektrizität und fließendem Wasser ausgestattet sind. Alles andere wäre Wahnsinn.

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