25) Treten Sie für eine Reduzierung des Autoverkehrs vor allem in der Innenstadt und in den Stadtteilzentren ein? Treten Sie für die Reduzierung von Parkraumflächen in der Innenstadt ein und wie stehen Sie zu Verkehrsberuhigungsmaßnahmen und Modellversuchen zu autofreien Straßen?

Dirk Hilbert

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Albrecht Pallas

Ich denke, es ist ein Konsens, den Verkehr aus der Innenstadt raus zu halten. Aber alle müssen auch umsteigen können! Es muss für die Leute besser und nicht einfach nur teurer werden. Dazu gehört dann auch, die Innenstadt so attraktiv zu machen, dass die Leute dennoch ohne Auto in die Innenstädte kommen können und wollen. Verkehrsberuhigungsmaßnahmen und einzelnen autofreien Straßen stehe ich sehr offen gegenüber. Das ist aber vor allem auch Sache der einzelnen Stadtbezirke und den Bedürfnissen der Bevölkerung. Ich finde hier auch das Konzept des shared space für manche Straßen spannend, gerade auch bei vielen Fußgängern und kleiner Gehwegbreite.

Eva Jähnigen

Als Oberbürgermeisterin trete ich für Verkehrsberuhigung und Reduktion des Kfz-Verkehrs in Innenstadt und Stadtteilen ein, um mehr Verkehrssicherheit, weniger Umweltbelastung und mehr Platz für attraktive Nutzungen im öffentlichen Raum zu schaffen – insbesondere für Baumpflanzungen, Gastronomie, Sport und Spiel oder andere Veranstaltungen.

Ein Beispiel hierfür ist die notwendige Verengung der großen Meißner Straße von einer vierspurigen Straße auf eine (ggf. überbreite) zweispurige Straße mit neuer Radverkehrsanlage. 

Auch maßvolle Reduktion von Parkraumflächen befürworte ich, insbesondere für weitere Begrünungsmaßnahmen, wie z. B. die nächsten Abschnitte des Promenadenringes und Grünzüge in der Innenstadt. Dabei sind Anliefermöglichkeiten und Stellplätze für Taxis und Behinderte zu erhalten. Insgesamt ist ermutigend, dass früher umstrittene Maßnahmen wie die autofreie Nutzung der Augustusbrücke, der Radweg auf der Albertstraße und die Abpollerung der ungenehmigten Stellflächen in der Nähe des Schillerplatzes nicht zu den befürchteten, gravierenden Folgen geführt haben.

Modellversuche zu autofreien Straßen mit entsprechender Beteiligung von Anwohner*innen und Nutzer*innen befürworte ich ebenfalls, z. B. die Nutzung des Lothringer Weges im Waldpark Blasewitz als Spielstraße über die Sommerzeit.[1]


[1] wie bereits im Zuge einer Petition an den Stadtrat vorgeschlagen.

André Schollbach

Gerade in den Wohngebieten sollte das Augenmerk auf Lärmschutz und Lebensqualität gelegt werden. Daher sind Maßnahmen der Verkehrsberuhigung zuvörderst in diesen Bereichen in den Blick zu nehmen.

Dr. Martin Schulte-Wissermann

Ich stehe für eine autofreie Innenstadt und eine autofreie Neustadt. Hierbei bedeutet ‘autofrei’, dass es keine Parkplätze im öffentlichen Raum gibt und die Duchfahrt (Transit) abseits der Hauptstraßen nicht möglich ist. Das Hineinfahren zu privaten Garagen, zu Parkhäusern, zum Laden/Liefern und für bewegungs-eingeschränkte Menschen wird weiter möglich sein.
Dies wird – wie überall wo es gemacht wird – zu einer immensen Steigerung der Aufenthalts- und Lebensqualität führen. Der Einzelhandel wird wiedererstarken, neue Geschäfte und Lokale werden entstehen und Dresden wird für den Tourismus attraktiver.

Jan Pöhnisch

Noch so eine dumme Frage. Wer nicht vom Auto überfahren werden will, soll einfach zuhause bleiben.

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