27) Dresden hat das Sozialticket sowie das Bildungsticket eingeführt. Welche weiteren Preismaßnahmen halten Sie für erforderlich?

Dirk Hilbert

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Albrecht Pallas

Das Bildungsticket war eines der zentralen Projekte der sächsischen SPD, das ich als Landtagsabgeordneter mit umgesetzt habe. Das neue Bildungsticket ist ein Meilenstein für den Nahverkehr in Dresden. Junge Menschen sind seit August 2021 noch günstiger im kompletten VVO unterwegs. Das entlastet nicht nur die Eltern, sondern verschafft Kindern und Jugendlichen auch ganz neue Möglichkeiten. Das Sozialticket hat sich bewährt, wie es ist. Es war klug, dieses zu dynamisieren, so dass der 50% Rabatt bestand hat. 

Eva Jähnigen

Die Gebühren für den Öffentlichen Verkehr dürfen strukturell nicht über denen für das Parken liegen und müssen für die Gruppen der Einwohner*innen niedrig gehalten werden, die geringes oder kein eigenes Einkommen haben (einkommensschwache Menschen unabhängig von ihrem Wohnsitz; Kinder und Jugendliche). Besonders wichtig ist mir eine hohe Inanspruchnahme von Zeitkarten – dazu will ich die Möglichkeiten zur Inanspruchnahme von Jobtickets auch für kleine Unternehmen verbessern und die Zeitkarten mit weiteren, guten Mobilitätsangeboten verbinden (Car- und Bikesharing). Zusätzlich möchte ich ein touristisches Ticket einführen, bei dem der Eintritt zu Museen und anderen Kultureinrichtungen stärker mit Tages- oder Wochentickets für den ÖPNV verbunden wird (Kulturticket). Schließlich will ich darauf drängen, dass sachsenweit einheitliche Tarife für den ÖPNV eingeführt werden und besonders die unverständlichen Tarifsprünge in unserem näheren Umland überwunden werden (z. B. innerhalb des Landkreises Bautzen zwischen den Verkehrsverbünden VVO und ZVON).

André Schollbach

Ich kämpfe darum, dass die eingeführten Vergünstigungen erhalten bleiben. Es besteht die Gefahr, dass diese Tickets angesichts steigender Kosten insbesondere durch CDU, FDP und AfD infrage gestellt oder nachteilig verändert werden könnten.

Dr. Martin Schulte-Wissermann

Zunächst halte ich es für absolut erforderlich, dass die Ticketpreise nicht mehr steigen. Als Oberbürgermeister werde ich keiner Erhöhung der Preise zustimmen. Das Sozialticket und das Bildungsticket sind gute Beispiele, dass Elemente eines (teilweise) umlagefinanzierten ÖPNV sehr attraktiv sind. Ersteres wird aus Dresdner Haushaltsmitteln finanziert, zweiteres aus Landesmitteln. Ich wünsche mir einen deutlichen Ausbau der Umlagefinanzierung.

Jan Pöhnisch

Das Ticket für asoziale Dissidentenspinner.

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