5) Die Rekommunalisierung verkaufter Wohnungen könnte eine Möglichkeit sein, das Fehlen belegungsgebundener Wohnungen auszugleichen. Was beabsichtigen Sie mit welchen Zielen auf diesem Gebiet?

Dirk Hilbert

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Albrecht Pallas

Ich unterstütze die Pläne, bis zu 3.000 Wohnungen aus dem Bestand der Vonovia zu kaufen, ausdrücklich. Die Verhandlungsergebnisse sind bislang aber vage und enttäuschend. Der Ankauf muss bis Ende 2022 erfolgen. Bei der Verteilung der Belegrechte muss eine klare Grenze gezogen werden, wie viele belegungsgebundene Wohnungen max. in einem Stadtteil sein dürfen. Schutzrechte für Mieterinnen und Mieter aus der ausgelaufenen Sozialcharta müssen wieder in Kraft treten. 

Eva Jähnigen

Eine echte Rekommunalisierung ist nicht mehr möglich, da die Vonovia den größten und rentableren Teil des Wohnbestandes verkauft hat. Einen Rückkauf eines Teils der bei der Vonovia noch vorhandenen Wohnungen halte ich dennoch für ein wichtiges Mittel, um den Bestand der WID neben den von der WID selbst gebauten Wohnungen aufzustocken. Die bisher von der Stadtverwaltung mit der Vonovia geführten Verhandlungen lassen allerdings noch nicht erkennen, zu welchem Preis diese Wohnungen gekauft werden könnten. Zu beachten ist auch, dass die Wohnungen, die die Vonovia anbieten könnte, ebenso wie die derzeitigen Belegungsrechte bei der Vonovia, in wenigen Quartieren der Stadt konzentriert liegen – was nicht dem Ziel einer Verteilung von Sozialwohnungen im gesamten Stadtgebiet entspricht.

André Schollbach

Der soziale Wohnungsbau hat Priorität, weil hierdurch dringend benötigter zusätzlicher Wohnraum geschaffen wird. Wenn die Stadt Dresden die Möglichkeit einer Rekommunalisierung vorhandener Wohnungen zu vernünftigen Konditionen hat, sollte diese genutzt werden.

Dr. Martin Schulte-Wissermann

In der Tat ist der Rückkauf von Wohnungen eine interessante Option. Hier kommt es aber entscheidend auf die Kaufkonditionen – Preis, Zustand, Lage – an. Bei einem Rückkauf darf sich die Stadt nicht über den Tisch ziehen lassen. Hierfür ist es eminent wichtig, dass der Oberbürgermeister zusammen mit einem selbstbewussten Stadtrat konsequente und für die Stadt vorteilhafte Verhandlungen führt.

Jan Pöhnisch

Als geborener DDR-Bürger bin ich davon überzeugt, dass so viele Wohnungen wie möglich in öffentlicher Hand liegen sollten. Doch dürfen wir bei einer weitreichenden Umstrukturierung nicht die Interessen der Investoren vergessen.

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