43) Der/Die Oberbürgermeister·in ist auch Vorsitzende·r des Stadtrates. Was wollen Sie konkret in den nächsten 7 Jahren verändern, um das Zusammenwirken zwischen Rat und Verwaltung zu verbessern?

Dirk Hilbert

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Albrecht Pallas

Ich will gute Verbindungen in der Stadt schaffen, statt Grabenkämpfe darüber zu führen. Der derzeitige Amtsinhaber duckt sich in den zentralen Debatten weg, gerade auch bei schwierigen Entscheidungen und gibt keine Orientierung. Auch deshalb werden im Stadtrat immer wieder grundsätzliche Debatten geführt und je nach wechselnder Mehrheit Entscheidungen wieder geändert und rückgängig gemacht. Ich werde mich mit den Stadtratsfraktionen über Entscheidungsziele verständigen. Es geht um eine klare Haltung und der Formulierungen von Zielen, an denen man dann gemeinsam arbeiten kann.  

Eva Jähnigen

Unklaren Mehrheiten im Stadtrat will ich mit Transparenz, mit klarer Linie und durchdachten Vorstellungen der Oberbürgermeisterin gemeinsam mit den Beigeordneten begegnen, mit dem Rat im Dialog auf Augenhöhe stehen und bestehen. Dazu gehört es auch, transparent und absprachefest zu kommunizieren und die politische Meinungsbildung im Rat zielorientiert zu moderieren. Wie dies anzupacken ist, haben mich die vergangenen Jahre als Bürgermeisterin gelehrt.

André Schollbach

Es wäre wünschenswert, wenn Rat und Verwaltung einander mit mehr Respekt und Wertschätzung begegneten. Hier kann und muss der Oberbürgermeister durch sein Agieren einen wichtigen Beitrag leisten.

Dr. Martin Schulte-Wissermann

Der Oberbürgermeister ist nicht nur Vorsitzender des Stadtrats – er ist auch das von allen Dresdner·innen gewählte 71. Mitglied des Stadtrats. Aus dieser Position erwächst eine politische Verantwortung, die in den letzten Jahren nicht in Ansätzen erfüllt worden ist.
Der Oberbürgermeister muss das Heft des politischen Handelns in die Hand nehmen, muss mit den Fraktionen diskutieren und Mehrheiten ausloten und der Öffentlichkeit das Handeln erklären.
Der Oberbürgermeister muss nicht die Verwaltung von der Politik abschotten. Im Gegenteil, der Oberberbürgermeister muss Verwaltung, Politik und Gesellschaft im Diskurs zusammenbringen. Dies kann und werde ich umsetzen. 

Jan Pöhnisch

Für mehr gegenseitiges Verständnis zwischen Stadtrat und Verwaltung schlage ich einen Rollentausch vor. Einen Tag lang lasse ich Verwaltungsangestellte dies und das entscheiden, während sich die Stadträte um das Tagesgeschäft in den Ämtern kümmern müssen. Mal sehen, wer sich mehr langweilt.

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